Die Beichte &
das seelsorgliche Gespräch in Sankt Rafael

Die Beichte eröffnet einen Raum der Vergebung, der Umkehr und des Neubeginns. Der Empfang dieses Sakramentes ist ein Neubeginn im Guten, ein Aufbruch hinein in die Liebe, gegenüber meinen Mitmenschen und mir selbst, weil ich erfahren darf: Wir sind bedingungslos von Gott her angenommen und geliebt. In der Begegnung mit Jesus  kommen wir wieder ganz neu mit dieser Liebe Gottes in Berührung und vermögen unser Leben an ihm und an seinem Handeln neu zu orientieren. Ein Sakrament, das Anstoß ist für einen Aufbruch zum Dienst der tätigen Nächstenliebe.

Für die Beichtgelegenheit gibt es vor Weihnachten und Ostern feste Termine. Diese finden Sie rechts im Kalender aufgeführt. Wenn sie während des Jahres ein Beichtgespräch oder einfach nur ein seelsorgliches Gespräch wünschen, steht ihnen unserer Gemeindeseelsorger gerne zur Verfügung. Terminvereinbarungen sind nach Absprache jederzeit möglich. Bitte setzen Sie sich direkt mit Pater Kornelius-Maria in Verbindung.

Zu einem seelsorglichen Gespräch dürfen Sie gerne auch an unsere Pastoralreferentin Lydia Bölle wenden. En solches Gespräch bietet den Raum für Glaubens- und Lebensfragen im vertraulichen Rahmen zu besprechen. Einen Termin können Sie über das Gemeindebüro vereinbaren oder indem Sie direkt mit Frau Bölle Kontakt aufnehmen.

Beichtgelegenheit für

März, 2021

Beichten leicht gemacht

Sollten Sie keine bis wenig Erfahrung mit dem Sakrament der Beichte haben, bieten wir Ihnen hier eine Hilfestellung.

Fragen & Antworten

Keine Schweigepflicht ist so streng wie das Beichtgeheimnis. Selbst im Falle eines Kapitalverbrechens darf ein katholischer Priester nicht darüber rede, was er in der Beichte gehört hat.

Das Beichtgeheimnis unterliegt 100%iger Schweigepflicht. Es ist im Kirchenrecht verankert und gilt als unverletzlich. Das bedeutet: Auch eine „weltliche“ Instanz hat kein Recht, irgendwelche Kenntnisse von den Dingen zu erlagen, die einem Priester in der Beichte anvertraut werden. In der Geschichte gab es viele Priester, die dafür sogar in den Tod gegangen sind. Das Beichtgeheimnis bietet den Rahmen, damit die Menschen vor Gott ihre tiefsten Probleme aussprechen können. Somit wird einem die Möglichkeit geboten, in absolutem Vertrauen auszusprechen, was einen belastet.

Bei einem Bruch des Beichtgeheimnisses droht Exkommunikation

Wenn ein Priester gegen das Beichtgeheimnis verstößt, wird die strengste Strafe verhängt, die in der katholischen Kirche möglich ist: Exkommunikation, also der Ausschluss aus der Kirche, der Gemeinschaft der Gläubigen. Das Beichtgeheimnis ist so absolut unantastbar, dass diese strengste Strafe gerechtfertigt ist.

Aber nicht nur das droht einem Priester, der das Beichtgeheimnis verletzt: Laut Gesetz muss er mit einer bis zu drei Jahren dauernden Freiheitsstrafe rechen. Rechtlich kann er sich immer auf das Aussage- und Anzeigeverweigerungrecht berufen. Das bedeutet: Er muss nicht aussagen, selbst wenn er vorgeladen wird – und kann dafür auch nicht belangt werden.

Die Beichte ist ein Sakrament, dass nur von einem Priester oder Bischof gespendet werden kann. Weil es ein Sakrament ist, wirkt der Priester, in diesem speziellen Rahmen, der dem Beichtgeheimnis unterliegt, nicht in seinem Namen, sondern der Priester spricht mir die Vergebung im Auftrag Jesu zu.

Zu einem seelsorglichen Gespräch dürfen Sie gerne auch an unsere Pastoralreferentin Lydia Bölle wenden. En solches Gespräch bietet den Raum für Glaubens- und Lebensfragen im vertraulichen Rahmen zu besprechen. Einen Termin können Sie über das Gemeindebüro vereinbaren oder indem Sie direkt mit Frau Bölle Kontakt aufnehmen.

Wer lange nicht mehr bei der Beichte war, hat vielleicht Bedenken etwas falsch zu machen. Aber Sie brauchen keine Angst zu haben! Der Priester wird Sie begrüßen, mit einem Kreuzzeichen beginne und Ihnen behilflich sein. Vielleicht kann Ihnen auch die oben angeführte Hilfe zur Beichte eine Anleitung bieten. Zögern Sie aber nicht, sich an den Priester zu wenden, es ist ja gerade seine Aufgabe Ihnen beim Empfang dieses Sakramentes zur Seite zu stehen.