Basics zur Ehe

Ich traue dich mir an auf ewig.

Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander.

1 Petr 4, 8

Die Liebe zwischen Mann und Frau ist etwas ganz Besonderes. Auch für die Kirche. Denn wir glauben, dass diese Liebe, die im Sakrament der Ehe besiegelt wird, ein Abbild der Liebe Gottes zu uns Menschen ist.

Ehe bedeutet, dass ein Mann und eine Frau ihr Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie sind gemeinsam schon so weit gegangen, dass sie sagen können: „Ja, wir trauen uns.“ Wenn dieser Entschluss vom Glauben getragen wird, ist die Ehe Sakrament und kann zum Zeichen dafür werden, dass Gott uns Menschen immer liebt und auch heute noch in unserem Leben wirkt.

Alle anderen Sakramente, also Taufe, Beichte, Firmung, Eucharistie, Weihe und Krankensalbung, werden von einem Geistlichen gespendet. Das Sakrament der Ehe aber spenden sich die Brautleute selbst, indem sie vor einem Priester und zwei Trauzeugen versprechen, einander zu lieben und treu zu sein. Gemeinsam wollen sie ihre Kinder erziehen, auch im Glauben. Außerdem erklären sie sich bereit, in der Kirche und in der Welt auch Verantwortung zu übernehmen. Und das alles in guten und in schlechten Tagen, ihr ganzes Leben lang! Ziemlich herausfordernd, oder? Aber mit Gottes Hilfe kann es gelingen!

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Die wichtigsten Momente der Trauung

Gott möchte mit uns Menschen auf dem Weg sein und unser Leben teilen. Wenn zwei Menschen sich füreinander entscheiden, schenkt er Ihnen im Sakrament der Ehe die Zusage: Ich teile das Leben mit euch. Ich segne euch und euren Bund.

Befragung des Brautpaares

Dieser Moment sollte keine rechtliche Befragung sein, die schon beim sogenannten Eheprotokoll (Trauungsgespräch mit dem Pfarrer) stattgefunden hat. Dieser Moment bietet vielmehr dem Brautpaar die Gelegenheit, in Anwesenheit vor Gott und allen Mitfeiernden, in eigenen Worten auszudrücken, was sie über ihren gemeinsamen Weg sagen möchten. Was ihnen an der Ehe wichtig ist und warum sie sich für eine kirchliche Trauung entschieden haben.

Segnung der Ringe

Die beiden Ringe haben kein Ende, deshalb sind sie ein Zeichen für die Ewigkeit. In ihnen kommt auch die Hoffnung des Brautpaares zum Ausdruck, das ihre Liebe bis in die Ewigkeit hineinreicht. Die Ringe sind auch ein Symbol der Verbindung, der Treue, der Zugehörigkeit und einer Gemeinschaft. Sie werden gesegnet, weil auch Gottes Liebe und Treue mit einfließen. So werden sie dem Brautpaar zu einem Zeichen, dass sie für immer zusammengehören.

Vermählung und Anstecken der Ringe

Nun steckt zuerst der Bräutigam und danach die Braut den Ring an mit den Worten:

N., vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau/meinen Mann. Ich verspreche dir Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens. Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treu: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Bestätigung der Vermählung

Der Priester lädt nun Braut und Bräutigam ein, sich die rechte Hand zu geben mit den Worten: Gott der Herr, hat euch als Mann und Frau verbunden. Er ist treu. Er wird zu euch stehen und das Gute, das er begonnen hat, vollenden. Dann legt er die Stola um die ineinandergelegten Hände und spricht: Im Namen Gottes und seiner Kirche bestätige ich den  Ehebund, den ihr geschlossen habt. Euch aber, die zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

Feierlicher Trauungssegen

Abschließend spricht der Priester den Trauungssegen über das Brautpaar aus. Im Segen durchdringt Gottes liebende Zuwendung alle Bereiche des Leibes und der Seele. Die Segensworte bringen gegenüber dem Brautpaar nochmals zum Ausdruck, was ihnen von Gott her für ihren gemeinsamen Weg zugesprochen ist.