Auch in diesem Jahr begleitet uns die Klagemauer vor dem Altar durch die Passionszeit. Das bedeutet nicht, dass wir immerzu klagen wollen. Aber ganz im Sinne des jüdischen Vorbildes werden wir an den Fastensonntagen all das bedenken und „bebeten“, was uns im Leben beschäftigt.

Die Klagemauer in Jerusalem stellt für viele Juden ein Symbol für den ewigen, bestehenden Bund Gottes mit seinem Volk dar. Sie schreiben ihre Sorgen, Hoffnungen und Bitten auf kleine Zettel und stecken sie in die Schlitze der Klagemauer. Sie glauben und hoffen, dass Gott sie an diesem heiligen Ort auf besondere Weise erhört. Sie ist ein ganz besonderer Kraftort. Menschen fühlen sich Gott dort besonders nahe und können sich innerlich besonders gut mit ihm verbinden. Die geschriebenen Zettel geben ihnen das Gefühl, sich von der Last ihrer Sorgen und Ängste zu befreien und sie in die richtigen Hände zu legen. Sie erwarten Gottes Stärkung, Segen und Schutz.

Mit der gleichen Intention wollen wir in den Gottesdiensten die Mauer mit Gebetsworten, – zeichen und -symbolen bestücken und sie dadurch Gott ans Herz legen.

Inhaltlich wird uns in den Evangelien der Fastenzeit ein „roter Faden“ hingehalten. Es wird erkennbar, wie sich die Botschaft Jesu öffnet in und für die Welt. An der wachsenden Zahl und der sich verändernden Gruppe der Beteiligten am Geschehen des jeweiligen Evangeliums wird das Echo der Frohbotschaft sichtbar.

1. Fastensonntag: Jesus (allein)
2. Fastensonntag: Jünger
3. Fastensonntag: Tempelgemeinde
4. Fastensonntag: Pharisäer
5. Fastensonntag: griechische Pilger